Trainingslager 2010 – Senftenberg, SV Motor Großenhain, LA

Nun schon zum 9. Mal boten wir interessierten Kindern und Jugendlichen ein Trainingslager in den Herbstferien an. Und zum 3. Mal war dafür die Senftenberger Niederlausitzhalle unsere Trainings- und Wohnstätte. Gleich nach Ankunft und Mittagessen stand die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Und jetzt kommt das Neue: Es konnte im Freien trainiert werden, denn im Gegensatz zu den zwei verregneten Jahren 2008 und 2009 erweiterte trockenes, sonniges Wetter die Trainingsmöglichkeiten. Damit waren Ballwürfe neben der Halle und Lauftraining im nahe gelegenen Stadtwald möglich. Da uns alle leichtathletischen Anlagen der Niederlausitzhalle ständig zur Verfügung standen, konnten die Übungsleiter Christine Müller und Rainer Rammler wieder sehr spezielle Übungen in das Training einbauen. Ob Stabhochsprung, Hochsprung oder Technikläufe, nie bleibt im gesamten Trainingsjahr dafür so viel Zeit wie im Trainingslager. Bei zwei Belastungs- und einer Entlastungseinheit täglich ist Muskelkater ein Begleiter vom ersten bis zum letzten Tag. Es wurde dabei wieder sehr deutlich, dass Kinder mit regelmäßiger Trainingbeteiligung viel besser mit der Belastung zurechtkommen als jene mit Trainingsrückstand.

Neben dem Training organisiert Frau Pham jedes Jahr die kulturellen Teile vor Ort. Wenn man zum dritten Mal in Senftenberg weilt, werden die neuen Angebote allmählich übersichtlich. Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Besucherbergwerkes F60 in Lichterfeld. Auf einer ehemaligen Abraumförderbrücke wanderten wir bis auf 80 m Höhe und hatten bei informativen Erläuterungen zum Tagebaugebiet Klettwitz einen fantastischen Blick über die gesamte Region. Ein Besuch des Erlebnisbades machte allen genauso viel Spaß wie ein Kegelabend auf einer „Nostalgie-Kegelbahn“ aus tiefsten DDR-Zeiten. Mit Bowling sind alle unsere 9 bis 16jährigen Sportler aufgewachsen, aber kegeln und dann noch mit Handaufsetzen der Kegel war für die meisten eine neue Erfahrung. Dabei waren unsere jüngsten Mädels die sicherste Bank für ihre Teams. Der Kegelabend wäre wahrscheinlich noch lustiger geworden, wenn nicht vorher eine besondere Strapaze auf dem Plan gestanden hätte – die Umwanderung des Senftenberger Sees. Da Senftenberg ja in erster Linie durch seinen See bekannt ist, musste das einfach sein. Nach dieser 24- km-Wanderung (kleine Gruppe 15 km) konnte jeder stolz auf sich und den Sieg über seinen inneren Schweinehund sein. Dabei war es besonders motivierend, dass Herr Rammler bei Halbzeit der Strecke mit Kuchen und Getränken am Wegesrand überraschte. Tolle Idee!

Somit war das Trainingslager 2010 wieder eine runde Sache. Leider war die Beteiligung mit 13 Sportlern sehr gering, ja vielleicht zu gering um im nächsten Jahr wieder ein solches Highlight im Vereinsleben zu veranstalten.


Ute Pham